Satzung des
Musikverein e.V. Wörth / Main

§1 Name, Sitz und Zweck des Vereins

  1. Der Verein, hervorgegangen aus der im Jahre 1938 zur Stadtkapelle ernannten, früheren Musikkapelle Wörth/Main für den Namen:

    Musikverein e.V. Wörth / Main.

    Mit Sitz in Wörth am Main und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte-Zwecke“ der Abgabenordnung. Gerichtsstand ist Obernburg am Main.
  2. Der Musikverein dient der Gemeinnützigkeit und hat den Zweck Musik zu pflegen und durch Ausbildung junger Kräfte die Erhaltung der Blasmusik in Wörth am Main zu sichern. Der Verein ist politisch neutral.
  3. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  4. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
  5. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§2 Mitglieder

Der Musikverein besteht aus:

  1. aktiven
  2. fördernden und
  3. Ehrenmitgliedern.

§3

Die aktiven Mitglieder unterwerfen sich einer in der aktiven Musiktätigkeit unerlässlichen Ordnung, haben den Anweisungen des Dirigenten Folge zu leisten und nehmen an den angesetzten Musikproben und Übungsstunden teil.

Fördernde und aktive (Vereinsführung und Musiker) Mitglieder leisten einen regelmäßigen, jährlichen Beitrag.

Zu Ehrenmitglieder können ernannt werden:

  1. aktive oder ehemals tätig gewesene Mitglieder, die sich besondere Verdienste auf dem Gebiet der Musik erworben haben.
  2. Personen, die sich um die Erhaltung und Förderung der örtlichen Musik, ohne aktiv tätig gewesen zu sein, besondere Verdienste erworben und zur Pflege dieses mit Wörth verwachsenden Kulturgutes wesentlich beigetragen haben.

Die Ehrenmitgliedschaft schließt die aktive Tätigkeit nicht aus.

§4 Aufnahme

Voraussetzung für die Aufnahme als aktives Mitglied sind:

  1. unbescholtener Ruf
  2. körperliche und geistige Befähigung

Förderndes Mitglied kann jede männliche oder weibliche Person werden.

Die Mitgliedschaft beginnt mit dem 1. des Monats, in dem das Mitlied sich beim Vorstand angemeldet und seinen Beitritt durch eigenhändige Unterschrift erklärt hat.

§5 Beiträge

Der jährlich zu entrichtende Mitgliedbeitrag wird von der Generalversammlung alle 2 Jahre bestätigt oder neu festgelegt.

§6 Ausscheiden

Wer aus dem Verein ausscheiden will, hat dies dem Vorstand gegenüber schriftlich zu erklären. Der Austritt eines Mitglieds aus dem Verein kann nur zum Ende des Geschäftsjahres = 31.12. erfolgen. Für ein aktives Vereinsmitglied wird der Austritt erst dann rechtswirksam, wenn das vereinseigene Instrument sowie die vereinseigene Kleidung abgeliefert worden ist. Für abhandengekommene, beschädigte oder unbrauchbare Teile vom Verein, kann Ersatz in Höhe der Beschaffungskosten der beschädigten oder unbrauchbar gewordenen Instrumente wie auch der Kleidung vom Verein beansprucht werden. Rückständige Beiträge müssen bis zum Tage des Austritts bezahlt werden.

§7 Ausschluss

Aus Ausschluss aus dem Verein kann erkannt werden:

  1. bei unehrenhaftem Benehmen innerhalb und ggf. außerhalb des Vereins
  2. bei ordnungswidriger Benutzung oder mutwilliger Beschädigung von Vereinseigentum
  3. Der Ausschluss kann erfolgen, wenn ein Mitglied für das abgelaufene Geschäftsjahr (Kalenderjahr) mit seinem Beitrag im Rückstand ist und auch nach mehrmaliger Aufforderung keine Zahlung leistet.

Über den Ausschluss entscheidet die Vorstandschaft. In dringenden Fällen kann der Vorstand bei aktiven Mitgliedern anordnen, dass der Auszuschließende vorläufig von der aktiven Betätigung ferngehalten wird. Vor der Entscheidung ist dem Betroffenen Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben. Dem Ausgeschlossenen ist der Ausschluss schriftlich mitzuteilen. Es steht ihm das Recht der Beschwerde zur ordentlichen Mitgliederversammlung zu.

§8 Organe

Der Musikverein steht unter der Leitung der Vorstandschaft, des erweiterten Ausschusses und der Generalversammlung.

§9 Vereinsführung und erweiterter Ausschuss,
Wahl der Vorstandschaft

  1. Die Führung des Vereins obliegt der Vorstandschaft in Zusammenhang mit dem Ausschuss. Vorstand im Sinne des § 26 BGB ist der 1. Vorsitzende, der 2. Vorsitzende, der Schriftführer und Kassier. Jeder von Ihnen ist allein vertretungsberechtigt. Im Innenverhältnis wird bestimmt, dass der 2. Vorsitzende nur vertreten soll, wenn der 1. Vorsitzende verhindert ist.

    Die Vorstandschaft bildet:

    • 1. Vorsitzende(r)
    • 2. Vorsitzende(r)
    • Schriftführer(in)
    • Kassier(in)
    • 1. Jugendleiter(in)


    Den Ausschuss bildet:
    • 1. Beisitzer(in)
    • 2. Beisitzer(in)
    • Vergnügung und Festausschuss (besteht aus 2 Personen)
    • Dirigent(in)
    • Notenwart(in)
    • 2. Jugendleiter(in)

  2. Die Wahl der Vorstandschaft erfolgt alle 2 Jahre durch die Generalversammlung unter Bildung eines Wahlausschusses, in geheimer Wahl, durch einfache Stimmenmehrheit. Auf Mehrheitsbeschluss der Versammlung können Schriftführer und Kassier per Akklamation gewählt werden. Der Ausschuss ist sinngemäß geheim oder per Akklamation zu wählen.
  3. Die Bestellung der Vorstands- und Ausschussmitglieder ist jederzeit widerruflich, sofern ein wichtiger Grund vorliegt. Ein solcher Grund ist insbesondere grobe Pflichtverletzung oder Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung.
  4. Vorstandschaft und Ausschuss sind beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte ihrer Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse werden den Mitgliedern in der Generalversammlung unterbreitet.
  5. In einer Mitgliederversammlung ist ein Vereinsmitglied nicht stimmberechtigt, wenn der zu fassende Beschluss die Vornahme eines Rechtsgeschäftes zwischen ihm und dem Verein betrifft. Außerdem ruht das Stimmrecht bei demjenigen, über dessen Entlastung in seiner Vorstandseigenschaft beschlossen werden soll. Für Wahlen gilt dagegen eine Einschränkung des Stimmrechts nicht.
  6. Minderjährige erlangen mit Vereinsbeitritt das Stimmrecht. Das Stimmrecht nicht geschäftsfähiger Mitglieder übt der gesetzliche Vertreter aus (einer der sorgeberechtigten Elternteile). Aktive Mitglieder sind ab dem 12. Lebensjahr stimmberechtigt. Die Einwilligung des gesetzlichen Vertreters zum Vereinsbeitritt ist auch die Einwilligung zur Ausübung des Stimmrechts.

§10 Kassenführung

Die Mittel zur Bestreitung der Kosten für Vereinszwecke werden aufgebracht:

  1. durch Beiträge der fördernden Mitglieder
  2. durch freiwillige Spenden und Schenkungen
  3. durch Veranstaltungen

Der Kassier hat über die Führung der Kassengeschäfte Buch zu führen. Zahlungen dürfen nur auf Grund einer Zahlungsanordnung des Vorstandes oder, wenn dieser verhindert ist, des Vorstandsstellvertreters geleistet werden. Für dringende, unaufschiebbare Vereinsbedürfnisse wird dem 1. Vorstand oder dessen Vertreter ein freies Verfügungsrecht bis zu einem Betrag von € 250,-- eingeräumt. Im Wiederholungsfalle ist die Gesamtvorstandschaft und der Ausschuss einzuberufen. Die einwandfreie Kassenführung ist durch die in der Generalversammlung per Akklamation gewählten Kassenprüfer festzustellen. Die Prüfung muss spätestens vor der Einberufung der Generalversammlung erfolgen. Die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung ist bei der Generalversammlung zur Entlastung des Kassiers, durch die Kassenprüfer zu bestätigen.

§11 Vereinsvermögen

Notenschrank, Musikinstrumente, Notenmaterial, vereinseigene Spielkleidung, Einkünfte aus Beiträgen, Spenden und Schenkungen, sowie Einnahmen aus Veranstaltungen sind ausschließlich Vereinsvermögen.

§12 Ehrungen

Durch Beschluss der Vorstandschaft werden geehrt:

  1. aktive Mitglieder, die auf eine 10-, 25-, 40-, oder 50-jährige Musikertätigkeit zurückblicken können.
    • 10 Jahre: bronzene Ehrennadel
    • 25 Jahre: silberne Ehrennadel
    • 40 Jahre: goldene Ehrennadel
    • 50 Jahre: goldene Ehrennadel mit Kranz
  2. passive Mitglieder, die auf eine 25-, 40,- oder 50-jährige Mitgliedschaft zurückblicken können. Sie erhalten eine Urkunde.
  3. zu Ehrenmitgliedern ernannte Personen, die die Voraussetzungen für die Ernennung gem. § 3 (b) erfüllen, sind beitragsfrei.
  4. Beim Ableben eines Vereinsmitgliedes wird dem Verstorbenen beim Begräbnis durch Trauermusik letzte Ehre erwiesen.

§13 Generalversammlung

Turnusgemäß findet alle 2 Jahre die Generalversammlung statt. Diese ist vom Vorstand mindestens 14 Tage vorher einzuberufen. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn es das Interesse des Vereins erfordert, bzw. wenn ein dringender Grund hierzu vorliegt. Eine außerordentliche Generalversammlung muss einberufen werden, wenn zwei Drittel der Mitglieder der Berufung schriftlich, unter Angabe des Zweckes und der Gründe verlangen.

§14 Satzungsänderung

Zu einem Beschluss, der eine Änderung der Satzung enthält, ist die einfache Mehrheit der in der Generalversammlung erschienenen Mitglieder erforderlich.

§15 Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft beginnt mit eigenhändig unterschriebener Beitrittserklärung. Die Mitgliedschaft ist nicht übertragbar. Die Ausübung der Mitgliedschaftsrechte kann demzufolge nicht einer anderen Person übertragen werden. Für den Vereinsbeitritt Minderjähriger ist die Unterschrift der gesetzlichen Vertreter erforderlich.

§16 Beurkundung

Die Beschlüsse der Vorstandschaft sowie der Generalversammlung sind vom Schriftführer zu protokollieren.

§17 Eintragung des Vereins

Änderungen in der Satzung und Zusammensetzung der Vorstandschaft sind im entsprechenden Vereinsregister einzutragen.

§18 Veranstaltungen des Vereins

  1. Für die aktiven Mitglieder findet jede Woche eine Musikprobe statt.
  2. Der Verein veranstaltet Konzerte.
  3. Allen Mitgliedern wird bei der Silberhochzeit ein Ständchen aufgespielt. Außerdem werden alle Wörther Ehepaare, denn das Glück der goldenen, diamantenen und eisernen Hochzeit beschieden ist, durch ein Ständchen am Jubeltage geehrt. Dasselbe gilt für den ältesten männlichen und weiblichen Einwohner der Stadt Wörth. Auf Wunsch wird allen Mitgliedern zum 50. und 60. Geburtstag und danach alle 5 Jahre ein Ständchen dargeboten.

§19 Auflösung

Die Auflösung des Vereins kann nur mit einstimmigen Beschluss der Generalversammlung erfolgen.

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Wörth zu folgender Verwendung:

  • In den ersten 5 Jahren ausschließliche und unmittelbare Verwendung für gemeinnützige Zwecke im Sinne dieser Satzung.
  • Nach Ablauf von 5 Jahren ausschließliche und unmittelbare Verwendung auch für andere kulturelle Zwecke im Sinne der Abgabenordnung.


Die Neufassung dieser Satzung erfolgt auf Beschluss der Generalversammlung vom 29.10.2004. Damit ist die Satzung vom 26.09.1952 (Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Obernburg am 21.08.1954), die Ergänzung dazu vom 15.09.1965, vom 05.12.1991 und vom 27.11.1997 sowie die Änderungen vom 14.11.2003 außer Kraft gesetzt.


Wörth / Main, den 29.10.2003

Rechtliches & Aktualität